Aktuelle Ausstellungen
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Aktuelle Ausstellungen:
11. Februar – 13. Mai 2012
im Kunstmuseum

Silvia Bächli
far apart – close together

Silvia Bächli gilt als die bedeutendste Zeichnerin ihrer Generation in der Schweiz. Das belegen nicht zuletzt Ausstellungen in wichtigen Museen wie dem Genfer Musée d’art moderne et contemporain, dem Pariser Centre Pompidou oder dem Museu Serralves in Porto.
Seit den späten 1970er Jahren hat sie ihr zeichnerisches Schaffen gleichermassen behutsam wie konsequent entwickelt. Der expressive Zugriff auf Körperlichkeit wich bald einer beinahe introspektiv zu nennenden Sicht auf die Wirklichkeit. Die alltägliche Wahrnehmung bildet den Ausgangspunkt für einen künstlerischen Prozess, in dessen Verlauf sich die Dinge zunehmend von sich selbst entfremden und autonome zeichnerische Form erlangen.
Die kleinformatigen Zeichnungen fügte Sie seit 1984 zu mehrteiligen Kompositionen auf der Wand zusammen. Seit den 1990er Jahren entstanden zudem raumgreifende Tischinstallationen und zuletzt auch grossformatige Papierarbeiten mit feingliedrigen Lineamenten oder floralen Motiven. far apart – close together: Die Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen wird die unterschiedlichen Präsentationsformen systematisch darstellen und in einer Ausstellung sichtbar machen. Dabei offenbart sich Silvia Bächlis zeichnerisches Schaffen als durchaus „installativ“, eröffnet sich doch gerade in der räumlichen Setzung ein profunder Einblick in ihren einzigartigen zeichnerischen Kosmos.
Kurator: Konrad Bitterli

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19. Januar – 5. Februar 2012
in der Lokremise


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Tatsuo Miyajima
Three Time Train | Counter Voice on the Wall

Zeit und Raum sind wesentliche Themen des international gefeierten japanischen Künstlers Tatsuo Miyajima. In unterschiedlichen Tempi zählen farbig leuchtende LED-Anzeigen unablässig von 1 bis 9. Das Zählen ist für den Künstler Sinnbild für fortdauerndes Leben und damit existentielle Chiffre. Der 1957 in Tokyo geborene und heute in Ibaraki lebende Tatsuo Miyajima hat seine raumgreifende, eigens für die Lokremise konzipierte Installation mit monumentaler, dreigleisiger Modelleisenbahn Three Time Train betitelt. Auf jedem Wagon ist eine LED-Leuchte angebracht, die während der Fahrt von 1 bis 9 durchnummeriert, um das Vergehen der Zeit zu visualisieren, während die Züge zugleich still ihre Kreise ziehen. Zudem wird der Raum mit der Soundinstallation Counter Voice on the Wall subtil beschallt, für die der Künstler die St.Galler Bevölkerung zu Workshops einlud. Ausgehend von Three Time Train entwickelt die Tanzkompanie des Theaters St.Gallen unter Leitung von Marco Santi das Tanzstück Codex, das sich dem Thema «Zahl» widmet und in Miyajimas Installation sowie an andern Orten der Lokremise zur Aufführung gelangt.

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12. November 2011 – 18. März 2012
im Kunstmuseum

Walter Burger
und Künstlerfreunde

Im Zentrum der Ausstellung Walter Burger und Künstlerfreunde steht eine eindrückliche Reihe von Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen, die Maria Burger, die Witwe des Künstlers, 2011 dem Kunstmuseum St.Gallen geschenkt hat. Diese grossartige Werkgruppe vermag das Schaffen von Walter Burger (Emmen LU 1923–2010 Berg SG) umfassend darzustellen, sofern man den grossen Block der unverrückbaren Kunst-am-Bau-Aufträge ausklammert, durch die der Künstler in der Ostschweiz vielfach präsent ist. Die Ausstellung wird den Bogen spannen von den frühen Ölgemälden, die sich an der analytischen Sicht seines Basler Lehrers Hans Stocker orientieren, über die Studien zu den Skulpturen der 1960er und 1970er Jahre und die zugehörigen Plastiken aus geschmiedetem Eisen und emaillierten Farbtafeln bis hin zu den filigranen Drahtskulpturen der letzten Jahre. Die leuchtenden Aquarelle auf historischen Papieren aus alten Kontobüchern stehen den beiläufigen Skizzen auf Briefkuverts gegenüber, die in inspirierter Zweitverwendung das zugesandte Verbrauchsmaterial nutzen.

Erweitert wird die Ausstellung durch intime Werke anderer Künstler aus der Sammlung von Maria und Walter Burger. Von den gewichtigen Schweizer Eisenplastikern werden Werke von Robert Müller (Zürich 1920–2003 Villiers-le-Bel bei Paris), Josef Maria Odermatt (1934 Stans 2011) und Bernhard Luginbühl (Bern 1929–2011 Langnau) gezeigt. Ebenso sind Zeichnungen und Plastiken von Franz Eggenschwiler (Solothurn 1930–2000 Bern) zu sehen, den eine lebenslange Freundschaft mit Walter Burger verband.

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