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Kunst der Nachkriegsmoderne

Es gibt diese magischen Orte, an denen sich aussergewöhnliche Dinge ereignen, die als herausragende kulturelle Leistungen in die Geschichte eingehen. Einer dieser Orte ist die Erker-Galerie in St.Gallen. Sie war eine der Gravitationszentren für die Kunst der Nachkriegsmoderne in der Schweiz. 1958 von Franz Larese und Jürg Janett gegründet, vermittelte die Erker-Galerie zeitgenössische Kunst von höchstem internationalem Rang: Jean Arp, Max Bill, Eduardo Chillida, Günther Förg, Hans Hartung, Asger Jorn, Robert Motherwell, Serge Poliakoff, Antoni Tàpies oder Günther Uecker. Aber auch die Vermittlung der Kunst war wegweisend, indem sich Künstler mit Kunstfreunden und Literaten wie Friedrich Dürrenmatt oder Eugène Ionesco bei regelmässigen Erker-Treffen zum intensiven Gedankenaustausch trafen. Zum «Erker-Kosmos» gehört auch die berühmte Erker-Presse sowie ein Verlag.

 


Antoni Tapies (*1923)
Aus dem Album St.Gallen, 1965
Farblithographie
Schenkung der Erker-Galerie

Das Kunstmuseum St.Gallen beherbergt als Schenkung der Stiftung Franz Larese und Jürg Janett eine erstrangige Auswahl von mehr als 1’000 Druckgraphiken aus dem reichen Archiv der Erker-Presse. Die Schenkung von unvorstellbarer Fülle und höchster künstlerische Qualität umfasst Mappenwerke, bibliophile Bücher, Einzelblätter und ganze Graphikfolgen von so bedeutenden Künstlern der Moderne wie Hans Arp, Fritz Wotruba, Max Bill, Hans Hartung, Eduardo Chillida, Antoni Tàpies, Günther Uecker oder Günther Förg. Sie werden ergänzt durch eine Auswahl erstrangiger Originalwerke aus der privaten Kollektion von Franz Larese und Jürg Janett. Als Ganzes bilden sie einen einzigartigen Schwerpunkt der St.Galler Kollektion und begründen im Kunstmuseum einen herausragenden Sammlungsakzent in der Kunst der Nachkriegsmoderne.

 


Max Bill (1908-1994)
Konstruktion aus sechs farbigen Gruppierungen, 1983
Farblithographie , 70 x 50 cm
Schenkung der Erker-Galerie

 

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