Bettina Pousttchi

Protection

17. Februar - 17. Juni 2018, Kunstmuseum

Für die erste Ausstellung 2018 in der Kunstzone der Lokremise ist ein Projekt in Arbeit, das auf einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Kinok, Cinema in der Lokremise, dem Theater und dem Kunstmuseum St.Gallen beruht. 

Jonas Knecht, Schauspieldirektor am Theater St.Gallen, hat beim Schweizer Autor und Hörspielmacher Andreas Sauter ein Werk in Auftrag gegeben, das den Titel «Lugano Paradiso» tragen wird. Was die Fichen-Affäre und die Geheimorganisation P26, welche die politische Identität der Schweiz in den Grundfesten erschüttert haben, mit den amerikanischen Bunkern im ewigen Eis Grönlands und mit unserer Jetztzeit verbindet, ist Inhalt des Stücks, das mit einem Setting der international bekannten Künstlerin Bettina Pousttchi (*1971 Mainz) verbunden sein wird.

Die in Berlin lebende Künstlerin wurde bekannt durch ihre grossformatigen fotografischen Arbeiten an Gebäuden im öffentlichen Raum, welche jeweils die gesamte Fassade einnehmen. In ihrem Schaffen erkundet sie die Verbindung von Systemen der Zeit und des Raums in einer transnationalen Perspektive, die historische und soziologische Aspekte miteinbezieht.

Die grossformatigen Installationen sind perfekt auf eine Inszenierung in der Kunstzone der Lokremise zugeschnitten. Gleichzeitig interessiert sich Pousttchi auch für soziologische Fragestellungen, die sie in eindrücklichen Videoarbeiten und skulpturalen Setzungen seit den 1990er Jahren realisiert, was eine spannende Verbindung zur dramaturgischen Arbeit des Theaters St.Gallen ergeben und ein einzigartiges Projekt hervorbringen wird.

Kurator: Roland Wäspe

Die Künstlerin

Bettina Pousttchi
geboren 1971 in Mainz, lebt und arbeitet in Berlin

Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie hier.