Wechselspiele

Glanzlichter der Sammlung

Ab 3. März 2018, Kunstmuseum

Nicht statisch, in Bewegung soll sich die Sammlung dem Publikum zeigen. Wechselspiele also: einmal veränderte Nachbarschaften, dann Umgruppierung oder Neuhängung ganzer Säle. Verborgenes kommt ans Licht, Akzente werden verschoben – und immer mal wieder setzt eine grossartige Schenkung ein neues Highlight! Den Werken aus Spätgotik und Renaissance – darunter eine Lucretia (um 1530) des Antwerpener «Meisters mit dem Papagei», die jüngste Schenkung von Annette Bühler – sind postbyzantinische Ikonen aus der umfangreichen Schenkung Gürtler gegenübergestellt: So begegnen sich Bilder aus Ost und West und laden ein zum Vergleich. Die Spur der Alten Meister setzt sich fort in den bedeutenden Beständen niederländischer und italienischer Barockmalerei des 17. und 18. Jahrhunderts. 

Reich an Glanzlichtern präsentiert sich die französische Kunst des 19. Jahrhunderts. Auf die Farberuptionen des Romantikers Delacroix antwortet die Erdenschwere von Courbets Realismus, und Corots Pleinairmalerei leitet über zu den Koryphäen des Impressionismus: Pissarro, Sisley, Renoir – und nicht zu vergessen Claude Monet mit seinem radikalen Meisterwerk Palazzo Contarini, Venedig (1908). Hodler steht mit seinem späten Schaffen an der Schwelle zur Klassischen Moderne. Im Wechsel mit der Ausstellung Maria Lassnig paradieren Meisterwerke dieser Blütezeit der Avantgarde: Kirchner, Klee, Taeuber-Arp, Bill, und Andy Warhol weist mit Campbell’s Condensed Tomato Soup (1962) voraus in die Kunst der Gegenwart ...

Kuratoren: Matthias Wohlgemuth und Céline Gaillard