Nina Canell

24. August - 25. November 2018, Kunstmuseum

Die schwedische Künstlerin Nina Canell (*1979 Växjö/Schweden) erforscht das Potenzial unscheinbarer oder verborgener Objekte und Materialien. Aufgeschnittene Strom- und Glasfaserkabel, abgewickelte Drahtspulen oder freigelegte elektrische Leitungen belegen ihr Interesse für technische Errungenschaften, physikalische Eigenschaften und deren nicht wahrnehmbare Prozesse. Die Künstlerin greift auf Fundstücke und gebrauchte Gegenstände zurück und überführt diese in skulpturale Arrangements. Ihre prozessualen Arbeiten rufen eine Ahnung von gespeichertem Wissen hervor und referieren gleichzeitig auf den unsichtbaren, immateriellen Datentransfer. Indem sie Verborgenes offenlegt und in teils komplexe, teils simple Installationen einbezieht, hinterfragt sie unsere Alltagserfahrung auf ebenso ernsthafte wie augenzwinkernde Art und Weise.

Nina Canell, die in Berlin lebt und arbeitet, war international bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten, u.a. im Nordischen Pavillon an der Biennale von Venedig, im Museo Tamayo, Mexico City, im Moderna Museet, Stockholm, im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart, Berlin, in der Douglas Hyde Gallery, Dublin. In Kooperation mit dem Centre d’art contemporain d’Ivry – Le Crédac, Ivry-surSeine, wo die Präsentation Dolphin Dandelion 2017 gezeigt wurde, folgt im Kunstmuseum St.Gallen die erste Einzelausstellung der jungen Künstlerin in einem Schweizer Museum.

Kuratorin: Nadia Veronese