Franz Ackermann

20. September 2008 – 8. Februar 2009, Kunstmuseum

Für Franz Ackermann (*1963 in Neumarkt St. Veit) ist Reisen essentieller Teil der künstlerischen Praxis. Die private Erfahrung des Unterwegs-Seins trifft sich mit gesellschaftspolitischen Fragen von Globalisierung und internationalem Tourismus, Mobilität und Migration. In der inhaltlichen Überlagerung bilden sie die intellektuelle Grundlage für ein OEuvre, das sich u. a. in Form von umfangreichen Photo- und Zeichnungsserien, grossformatigen Gemälde, von Architekturmodellen sowie raumgreifenden Inszenierungen präsentiert.

Kurator: Konrad Bitterli

Stets zielt sein Anspruch auf eine Enzyklopädie des Absurden und auf eine Geschichte der gescheiterten Utopien. Dabei erweist sich der Zusammenbruch des kommunistischen Systems als prägende Erfahrung und wird zum Auftakt für ein künstlerisches OEuvre, mit dem er der zunehmenden Komplexität der Wirklichkeit begegnet.

In Zeichnungen, Videos, Fotografien, Performances, Installationen und Wandarbeiten hinterfragt Solakov scheinbare Wahrheiten oder die Bedingungen des Kunstsystems, reflektiert das Scheitern als Metapher menschlicher Existenz und entdeckt in den politischen Weltläufen die Paradoxie als herrschende Struktur.

Seine Fähigkeit, unterschiedlichste Themen in Form von Geschichten zu erzählen, die eine präzise Balance zwischen narrativer Lust und deren ironischer Brechung halten, macht dieses Werk unverwechselbar und in hohem Masse unterhaltsam.

Solakov gilt als herausragende Figur der internationalen Gegenwartskunst. ‹Emotions› im Kunstmuseum St.Gallen ist seine erste Überblicksausstellung im deutschsprachigen Raum; sie wird in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bonn und der Mathildenhöhe Darmstadt realisiert.