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Für den LOK-Performance Day verwandelt Elena Dahn die Lokremise in ein Versuchsfeld aus Körper, Material und Spannung. Drei eigens entwickelte Latexinstallationen werden gemeinsam mit Tänzerinnen und Performerinnen aktiviert; ergänzt wird der Nachmittag durch ein von der Künstlerin zusammengestelltes Filmprogramm im Kinok. So entsteht eine konzentrierte Anordnung, in der Material nicht Kulisse bleibt, sondern selbst zur handelnden Kraft wird.
Performanceansicht: Elena Dahn. LOK Performance Day, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Daniel Ammann
Im Zentrum steht Latex als ambivalentes Material: elastisch, widerständig, schützend und zugleich fesselnd. Ein rotes Rechteck am Boden haftet am Körper wie eine zweite Haut; bei jeder Bewegung dehnt, klebt und wölbt sich das Material, bis daraus fast ein Kleid wird. An anderer Stelle löst sich eine Performerin langsam aus einem quadratischen Latexfeld, während an der Rückwand ein langes hautfarbenes Element mit sichtbarer Kraft gespannt und verknotet wird. Das anschliessende Filmprogramm im Kinok erweitert diese Fragen und setzt Dahns Performance in einen Dialog mit Arbeiten von Heidi Bucher, Rebecca Horn, Richard Serra und Melati Suryodarmo. So verbindet der Tag Performance, Film und Gespräch zu einem dichten Parcours über Körper, Widerstand und Verwandlung.
Der LOK-Performance Day ist ein gemeinsames Projekt von Konzert und Theater St.Gallen, Kinok, Brasserie LOK und Kunstmuseum St.Gallen, mit Unterstützung der Stiftung Lokremise St.Gallen.
Ein grosser Dank geht an die Tänzerinnen Coco de Windt, Ifigenia Toumpeki und Martha Mutapay.
Impressionen
Performanceansicht: Elena Dahn. LOK Performance Day, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Daniel Ammann
Performanceansicht: Elena Dahn, LOK Performance Day, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Daniel Ammann
Performanceansicht: Elena Dahn. LOK Performance Day, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Daniel Ammann
Performanceansicht: Elena Dahn. LOK Performance Day, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Daniel Ammann
Performanceansicht: Elena Dahn. LOK Performance Day, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Daniel Ammann
Performanceansicht: Elena Dahn. LOK Performance Day, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Daniel Ammann
Die Künstlerin
Elena Dahn
Elena Dahn arbeitet an der Schnittstelle von Skulptur, Installation und Performance und untersucht, wie Körper sich in Materialien einschreiben und wie Oberflächen zwischen Schutz, Begehren, Zwang und Verwandlung oszillieren. Die 1980 in Buenos Aires geborene Künstlerin studierte Kommunikationswissenschaft und Bildende Kunst an der Universidad de Buenos Aires, absolvierte 2009/10 das Programa de Artistas der Universidad Torcuato Di Tella und 2011 ein Postgraduiertenstudium im Fach Skulptur am Royal College of Art in London. Einzelausstellungen zeigte sie unter anderem bei Ruth Benzacar, Buenos Aires (2010), in der Mite Gallery, Buenos Aires (2012), in der Galería Del Infinito, Buenos Aires (2014), sowie bei Móvil, Buenos Aires (2017); Gruppenausstellungen führten sie ins Museo de Arte Contemporáneo de Buenos Aires (2016), zur Fundación Proa, Buenos Aires (2014), in die Artemisia Gallery, New York (2015), zur Bienal de Performance de Buenos Aires (2019) und zuletzt in die Ausstellung Movements Toward Freedom im MCA Denver (2024/25).