Archiv

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Haris EpaminondaVOL. XXIX

VOL. XXIX
8. Juli 2023–14. Januar 2024
Stadtpark

VOL. XXIX versammelt Fotografien, Filme, Keramiken, Skulpturen und Fundstücke zu einer Installation von stiller Intensität. Haris Epaminonda arrangiert ihre Materialien so, dass sich keine lineare Erzählung, wohl aber ein dichter Assoziationsraum entfaltet. Die Ausstellung verlangt Zeit - und belohnt sie mit feinen Verschiebungen der Wahrnehmung.

Ausstellungsansicht: Haris Epaminonda. VOL. XXIX, 2023/2024, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Ausstellungsansicht: Haris Epaminonda. VOL. XXIX, 2023/2024, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler 

Epaminonda interessiert sich weniger für Geschichte als lineare Abfolge denn für deren Fragmente, Nachbilder und seltsame Wiederkehr. In VOL. XXIX arrangiert sie Fotografien, Filmsequenzen, Keramiken und gefundene Objekte so, dass zwischen ihnen ein Raum der Schwebe entsteht. Nichts ist eindeutig erzählt, und doch scheint jede Konstellation von verborgenen Verbindungen durchzogen. Ein Objekt kann neben einem Filmstill plötzlich eine neue Zeitlichkeit annehmen; eine historische Fotografie wirkt wie aus der Gegenwart gefallen. Die Ausstellung lebt von Pausen, von Massverhältnissen, von leisen formalen Echoeffekten. Wer sich darauf einlässt, setzt die Schau im Sehen selbst zusammen. Gerade diese Offenheit macht Epaminondas Arbeit so eigentümlich: Sie ordnet Geschichte nicht, sondern hält sie in einem Zustand produktiver Bewegung.

Impressionen

Ausstellungsansicht: Haris Epaminonda. VOL. XXIX, 2023/2024, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Ausstellungsansicht: Haris Epaminonda. VOL. XXIX, 2023/2024, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler 

Ausstellungsansicht: Haris Epaminonda. VOL. XXIX, 2023/2024, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Ausstellungsansicht: Haris Epaminonda. VOL. XXIX, 2023/2024, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler 

Ausstellungsansicht: Haris Epaminonda. VOL. XXIX, 2023/2024, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Ausstellungsansicht: Haris Epaminonda. VOL. XXIX, 2023/2024, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler 

Die Künstlerin

Haris Epaminonda

Haris Epaminonda (*1980 Nikosia, Zypern, lebt und arbeitet in Berlin) hat am Royal College of Art in London studiert und an zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen: 2012 nahm sie an der dOCUMENTA (13) in Kassel teil, 2019 wurde ihr an der 58. Biennale von Venedig den Silbernen Löwen „für eine vielversprechende junge Künstlerin“ an der Internationalen Ausstellung May You Live in Interesting Times verliehen. 2021 nahm sie an der 34. Biennale in São Paolo sowie 2022 an der europäischen Biennale Manifesta 14 in Pristina, Kosovo, teil. Seit 2007 arbeitet sie gemeinsam mit Daniel Gustav Cramer (*1975 Düsseldorf, lebt und arbeitet in Berlin) am fortlaufenden Projekt The Infinite Library, ein stetig wachsendes Archiv von Büchern, die jeweils aus den Seiten eines oder mehrerer gefundener Bücher collagiert und neu gebunden werden.”

Ausstellungsvideo

Pressespiegel