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Tschabalala SelfInside Out
Tschabalala Self verbindet Malerei, Stoff und Naht zu einer Bildsprache von grosser physischer Präsenz. In der Ausstellung Inside Out zeigt sie Figuren, die weder Porträts noch Typen sind, sondern eigens gesetzte Bildkörper, in denen Erfahrung, Projektion und gesellschaftlicher Blick zusammenlaufen. Die Ausstellung entfaltet die Malerei als Ort der Selbstermächtigung.
Tschabalala Self, Morning, 2022, Privatsammlung. Courtesy die Künstlerin, Pilar Corrias, London, und Galerie Eva Presenhuber
Tschabalala Self entwickelt ihre Figuren aus gemalten Partien, zusammengenähten Stoffstücken, Fäden und gefundenen Textilien. Dadurch gewinnen die Körper eine fast skulpturale Präsenz, bleiben aber zugleich sichtbar zusammengesetzt. Gerade diese Konstruiertheit ist zentral: Die Figuren sind weder Porträts noch Typen, sondern Avatare, in denen sich Erfahrung, Zuschreibung und Imagination bündeln. In Inside Out erscheinen sie oft isoliert oder in eigens entworfenen Räumen, deren Farbigkeit und Binnenlogik ihre Selbstbehauptung noch verstärken. Self greift auf eigene Erfahrungen als Schwarze Frau in den USA zurück, ohne biografisch illustrativ zu werden. Themen wie Sichtbarkeit, Sexualität und Projektion werden in eine eigenständige malerische Sprache überführt, die Textil und Figur neu zusammendenkt.
Kuratiert von Gianni Jetzer.
In Zusammenarbeit mit Le Consortium, Dijon
Ausstellungsansicht: Tschabalala Self. Inside Out, 2023, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Tschabalala Self. Inside Out, 2023, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Tschabalala Self. Inside Out, 2023, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Tschabalala Self. Inside Out, 2023, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Tschabalala Self. Inside Out, 2023, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Tschabalala Self. Inside Out, 2023, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Tschabalala Self. Inside Out, 2023, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Die Künstlerin
Tschabalala Self
Tschabalala Self schafft Arbeiten, in denen Malerei, Druckgrafik und textile Verfahren zu einer eigenständigen Form der Figuration verschmelzen. Die in Harlem geborene Künstlerin lebt im Hudson Valley; 2012 erwarb sie ihren Bachelor of Arts am Bard College und 2015 ihren Master of Fine Arts an der Yale University School of Art. Seitdem hat sie ihre Arbeiten in zahlreichen Galerien und Museen ausgestellt, darunter das Studio Museum in Harlem, MoMA PS1 und das New Museum in New York. Im Jahr 2020 war sie Gegenstand einer Einzelausstellung im ICA Boston und 2021 im Baltimore Museum of Art.
Ausstellungsvideo
Pressespiegel
- ↗ Tagblatt, «Es stört mich, dass der schwarze Körper als exotisch dargestellt wird»: Tschabalala Self stellt im Kunstmuseum St. Gallen aus, 28. Februar 2023
- ↗ WOZ / Le monde diplomatique, «Künstlerin des Monats: Tschabalala Self», April 2023
- ↗ Tagblatt, «Bildbetrachtung von Sabine Altorfer – diese Woche: schwarz, weiblich, stark und irritierend», 30. April 2023