Archiv

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Jacqueline de JongUngehorsam

Ungehorsam
27. September 2025–22. März 2026
Stadtpark

Das Kunstmuseum St.Gallen präsentiert die erste Retrospektive der kürzlich verstorbenen niederländischen Künstlerin Jacqueline de Jong (1939 geboren in Hengelo, Niederlande, 2024 gestorben in Amsterdam) in der Schweiz. De Jongs umfassendes Œuvre, das Malerei, Skulptur und Grafik umfasst, steht im Dialog mit wichtigen künstlerischen Bewegungen der Nachkriegszeit wie Art brut, Pop Art, Neue Figuration und Postmoderne. Bereits mit 21 Jahren engagierte sich De Jong in der radikalen Avantgardebewegung Situationistische Internationale. Diesem Geist blieb De Jong zeit ihres Lebens treu: Ihr sich stetig wandelndes, oft politisch engagier­tes Werk ist spielerisch, erotisch, humorvoll, abgründig und immer radikal zeitgenössisch der Welt zugewandt. 

Jacqueline de Jong. Ungehorsam, Foto: Sebastian Stadler

Ausstellungsansicht: Jacqueline de Jong. Ungehorsam, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Furchtlos und neugierig suchte sie hinter der Oberfläche von Bildern zu blicken. Gerade in einer Zeit, in der durch Fernsehen, Internet und soziale Medien unaufhörlich Bilder zirkulieren, wollte sie ehrlichere, radikalere Darstellungen des Meinschseins finden. 

De Jong hatte einen starken Bezug zur Schweiz und sprach fliessend Schweizerdeutsch: Als Kind floh sie im Zweiten Weltkrieg mit ihrer Schweizer Mutter aus den Niederlanden nach Zürich. Später lebten ihre Eltern in Ascona, wo De Jong in den 1960er-Jahren jeweils im Sommer arbeitete.

Impressionen 

Jacqueline de Jong. Ungehorsam, Foto: Sebastian Stadler

Ausstellungsansicht: Jacqueline de Jong. Ungehorsam, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

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Ausstellungsansicht: Jacqueline de Jong. Ungehorsam, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

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Ausstellungsansicht: Jacqueline de Jong. Ungehorsam, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

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Ausstellungsansicht: Jacqueline de Jong. Ungehorsam, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Jacqueline de Jong. Ungehorsam, Foto: Sebastian Stadler

Ausstellungsansicht: Jacqueline de Jong. Ungehorsam, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Jacqueline de Jong. Ungehorsam, Grietjes ontstoken tandvlees, 1968, Foto: Sebastian Stadler

Jacqueline de Jong, Grietjes ontstoken tandvlees, 1968, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Jacqueline de Jong. Ungehorsam, Foto: Sebastian Stadler

Ausstellungsansicht: Jacqueline de Jong. Ungehorsam, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Jacqueline de Jong. Ungehorsam, Foto: Sebastian Stadler

Ausstellungsansicht: Jacqueline de Jong. Ungehorsam, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Jacqueline de Jong. Ungehorsam, Elvis, 3 Generations, 1978, Foto: Sebastian Stadler

Jacqueline de Jong, Elvis (3 Generations), 1978, Foto: Sebastian Stadler

Die Künstlerin 

Jacqueline de Jong

Jacqueline de Jong in her studio at Kerkstraat in Amsterdam, 2021. Photo: Gert Jan van Rooij

Jacqueline de Jong wurde 1939 in Hengelo geboren, einer niederländischen Kleinstadt nahe der deutschen Grenze. Ihre jüdischstämmige Familie musste nach der nationalsozialistischen Besetzung der Niederlande 1940 untertauchen. 1942 floh ihre Mutter – eine Schweizerin, die dem Vater in die Niederlande gefolgt war – mit der dreijährigen Jacqueline in die Schweiz, wo sie die Kriegsjahre in Zürich verbrachten. Danach folgten Stationen in Paris und Amsterdam.

Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen zählen Vicious Circles im NSU Art Museum, Fort Lauderdale; Narrative / Non-Narrative bei Ortuzar Projects, New York (2024); Frontspace: Border… and other Lines bei Dürst Britt & Mayhew, Den Haag, Niederlande (2023); The Ultimate Kiss im WIELS Contemporary Art Centre in Brüssel, in MOSTYN in Llandudno, Wales, und im Kunstmuseum Ravensburg (2021, 2022); Border-Line bei Ortuzar Projects, New York (2021); Catastrophes in der Pippy Houldsworth Gallery, London (2020); Pinball Wizard im Stedelijk Museum Amsterdam (2019); Retrospective im Musée Les Abattoirs, Toulouse (2018); Jacqueline de Jong & The Situationist Times in der Malmö Konsthall (2018); sowie Undercover in de kunst im Cobra Museum of Modern Art, Amstelveen (2003). 

Ihre Arbeiten waren zudem in Gruppenausstellungen vertreten, darunter Strategic Vandalism: The Legacy of Asger Jorn’s Modification Paintings, Petzel, New York (2019); Asger Jorn & Jacqueline de Jong: Case of the Ascetic Satyr, Galerie Clemens Thimme, Karlsruhe (2016); sowie The Avant-Garde Won’t Give Up: Cobra and Its Legacy, Blum & Poe, Los Angeles (2015). 

Ausstellungsvideo

Pressespiegel