Archiv

Stöbern Sie durch unser Ausstellungsarchiv und entdecken Sie vergangene Ausstellungen. Dort finden Sie eine Übersicht zu den gezeigten Künstler:innen, Werken und Projekten.

Juliette Uzor(ah ah ah)

(ah ah ah)
25. November 2023–11. Februar 2024
Stadtpark

Juliette Uzor versteht den Ausstellungsraum als Bühne, den Körper als Archiv und Bewegung als Erkenntnisform. Ausgehend von Kleists Essay Über das Marionettentheater entwickelt sie mit (ah ah ah) eine Choreografie und wandfüllende Tapeten, die Installation und Kulisse zugleich sind. Die Arbeit entfaltet sich zwischen Sprache, Geste und Wiederholung.

Performance und Installationsansicht: Juliette Uzor, (ah ah ah), Manor Kunstpreis St.Gallen, 2023, Foto: Brigham Baker

Performance und Installationsansicht: Juliette Uzor, (ah ah ah), Manor Kunstpreis St.Gallen, 2023, Foto: Brigham Baker

Juliette Uzor denkt Performance als räumliche und kollektive Form. Kleists Essay Über das Marionettentheater dient ihr nicht als literarische Vorlage im engen Sinn, sondern als Anlass, über Bewusstsein, Kontrollverlust und die Intelligenz des Körpers nachzudenken. Vier Performerinnen und Performer tragen Sprache, Atem, Rhythmus und Bewegung in den Raum und aktivieren damit eine Ausstellung, die sich nie in ein blosses Bühnenbild zurückzieht. Die grossformatigen Tapeten sind keine Dekoration, sondern eine zweite Ebene der Choreografie: Sie strukturieren den Raum, setzen Blickachsen und schaffen einen Bildgrund, auf dem sich die Körper einschreiben. Wichtig ist auch der kollaborative Charakter der Arbeit. Co-Choreografie und Performance entstehen mit Alina Arshi, Bast Hippocrate und Marie Jeger, die Kostüme in Zusammenarbeit mit Sven Gex. Dadurch gewinnt (ah ah ah) jene offene, vielstimmige Qualität, die die Ausstellung so gegenwärtig macht.

Performance und Installationsansicht: Juliette Uzor, (ah ah ah), Manor Kunstpreis St.Gallen, 2023, Foto: Brigham Baker

Performance und Installationsansicht: Juliette Uzor, (ah ah ah), Manor Kunstpreis St.Gallen, 2023, Foto: Brigham Baker

Performance und Installationsansicht: Juliette Uzor, (ah ah ah), Manor Kunstpreis St.Gallen, 2023, Foto: Brigham Baker

Performance und Installationsansicht: Juliette Uzor, (ah ah ah), Manor Kunstpreis St.Gallen, 2023, Foto: Brigham Baker

Performance und Installationsansicht: Juliette Uzor, (ah ah ah), Manor Kunstpreis St.Gallen, 2023, Foto: Brigham Baker

Performance und Installationsansicht: Juliette Uzor, (ah ah ah), Manor Kunstpreis St.Gallen, 2023, Foto: Brigham Baker

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Performance und Installationsansicht: Juliette Uzor, (ah ah ah), Manor Kunstpreis St.Gallen, 2023, Foto: Brigham Baker

Die Künstlerin

Juliette Uzor

Juliette Uzor, Manor Kunstpreis St.Gallen 2023
Foto: Brigham Baker

 Juliette Uzor, Manor Kunstpreis St.Gallen 2023 Foto: Brigham Baker

Juliette Uzor ist 1992 in St.Gallen geboren. Sie studierte Kunst und Vermittlung an der Hochschule der Künste in Bern (HKB) und schloss den Master Art Education an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ab. Zudem absolvierte sie 2019 an der La Manufacture – Haute école des arts de la scène in Lausanne den Bachelor of Arts in Contemporary Dance. 2021 nahm sie am Freetown Performance Festival in Sierra Leone teil. Sie performte im Historischen Museum Basel, Haus zum Kirschgarten (2022), im Kunstmuseum St.Gallen und in der Kunst Halle Sankt Gallen anlässlich des Heimspiels 2021, in der Kunsthalle Zürich in der Gruppenausstellung Sommer des Zögerns (2020), in der Ménagerie de verre in Paris (2020) sowie in zahlreichen Off-Spaces im In- und Ausland. Mit dem Manor Kunstpreis wird Juliette Uzor im Kunstmuseum St.Gallen die erste Einzelausstellung in einem Schweizer Museum ausgerichtet und ihre erste Publikation herausgegeben. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Zürich.

Die Ausstellung wurde grosszügig unterstützt von:

MANOR
Stadt St.Gallen
Kultur St.Gallen Plus
E. Fritz und Yvonne Stutz Stiftung
Hans und Wilma Stutz Stiftung
Lienhard-Stiftung
Susanne und Martin Knechtli-Kradolfer-Stiftung