Archiv

Stöbern Sie durch unser Ausstellungsarchiv und entdecken Sie vergangene Ausstellungen. Dort finden Sie eine Übersicht zu den gezeigten Künstler:innen, Werken und Projekten.

Mikhail KarikisVoices, Communities, Ecologies.

Voices, Communities, Ecologies.
5. April–27. Juli 2025
Stadtpark

Mikhail Karikis arbeitet mit Stimmen, Geräuschen und Bildern, um kollektive Erfahrungen hörbar zu machen. Die Ausstellung versammelt Schlüsselwerke der vergangenen Jahre und erweitert sie um eine neue, in St.Gallen entwickelte Produktion. Daraus entsteht ein vielschichtiger Resonanzraum über Gemeinschaft, Umwelt und die politische Dimension des Hörens.

Mikhail Karikis, Songs for the Storm to Come, 2024

Mikhail Karikis, Songs for the Storm to Come, 2024

Karikis begreift Klang als soziale Praxis. Viele seiner Arbeiten entstehen in Zusammenarbeit mit Gemeinschaften, deren Erfahrungen in politischen oder ökonomischen Erzählungen leicht an den Rand geraten. In Sounds from Beneath artikulieren ehemalige Kohlebergarbeiter ihr Wissen über eine verschwindende Arbeitswelt im Gesang; Children of Unquiet entwirft mit Kindern Bilder einer Zukunft nach dem industriellen Niedergang. SeaWomen verbindet ökologische Fragen mit weiblich geprägtem Erfahrungswissen, während Songs for the Storm to Come Protest und Spekulation auf produktive Weise zusammenführt. Ein besonderes Gewicht erhält in St.Gallen die neue Arbeit A Universe of Solutions (CH), die mit Musikerinnen des Jugendsinfonieorchesters St.Gallen entwickelt wurde. Workshops, Filmaufnahmen im Theater St.Gallen und die spätere Installation im Museum verdichten sich zu einem Werk, das Zukunft nicht behauptet, sondern als kollektive Imagination erprobt. 

Impressionen

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Ausstellungsansicht: Mikhail Karikis. Voices, Communities, Ecologies., 2025, Foto: Stefan Altenburger

Der Künstler

Mikhail Karikis

Portrait Mikhail Karikis © Felicity Crawshaw

Portrait Mikhail Karikis © Felicity Crawshaw

Karikis verbindet Film, Klang, Performance und Installation zu Arbeiten, in denen ästhetische Form und gesellschaftliche Verantwortung ineinandergreifen. Der griechisch-britische Künstler, der in Lissabon und London lebt, erhielt 2024 den Paul Hamlyn Award und war für den Film London Derek Jarman Award in den Jahren 2016 und 2019 sowie für den Anglo-Japanischen DAIWA Art Prize 2015 nominiert. Der Künstler zeigte seine Werke in zahlreichen namhaften Orten, unter anderem in der Tate, bei internationalen Biennalen und zuletzt im Cukrarna Centre for Contemporary Art in Ljubljana. In seinen jüngsten Bühnenarbeiten inszenierte er Performances mit 300 Mitwirkenden als künstlerischer Leiter der ersten Kulturveranstaltung des UNESCO Creative Cities Network in Braga, PT (2024) sowie im Rahmen seines Projekts Sons de Uma Revolução für die Calouste Gulbenkian Foundation, Lissabon, PT (2024). Karikis’ künstlerisches Schaffen umfasst auch Musikperformances am Royal Opera House Covent Garden und am Barbican Theatre, Musikalben in Zusammenarbeit mit Björk, DJ Spooky sowie drei Soloalben – Orphica (2007), Morphica (2009), Xenofonia (2012) – beim belgischen Label Sub Rosa.

Ausstellungsvideo