Mona Hatoum wurde 1952 in eine palästinensische Familie in Beirut hineingeboren und lebt seit 1975 in London. Als Touristin nach England eingereist, konnte sie wegen des ausbrechenden Bürgerkriegs in ihrem Land nicht in den Libanon zurückkehren und lebt heute abwechslungsweise in London und Berlin. Mona Hatoum besitzt einen britischen Pass und gilt als britische Palästinenserin bzw. palästinensische Britin.
Nach dem Studium an der Byam Shaw und der Slade School of Art in London, trat Hatoum Mitte der 1980er-Jahre mit Performance- und Videoarbeiten hervor, in deren Zentrum der eigene Körper und dessen Verletzlichkeit standen.
Anfang der 1990er-Jahre begann sie skulpturale und installative Arbeiten zu realisieren, die beim Betrachter Emotionen wie Sehnsucht und Abneigung, Angst und Faszination auslösen. Dafür geht sie oft von gebräuchlichen Alltagsgegenständen wie Stühle, Betten, Pritschen und Küchenutensilien aus und transformiert diese in fremdartige, bedrohliche Objekte.
Kuratiert von Konrad Bitterli und Nadia Veronese.