Archiv

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Roman Signer-

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7. Juni–26. Oktober 2014
Stadtpark

Seine «kleinen und grossen Ereignisse», wie er sie nennt, haben ihn weltweit bekannt gemacht. Roman Signer, 1938 in Appenzell geboren, gehört inzwischen zu den bedeutendsten internationalen Plastikern. Ausgangspunkt seines einzigartigen Schaffens bildet ein Skulpturbegriff, der sich vom Objekt löst und Prozesse sichtbar macht. Alltägliche Dinge bilden dabei die Basis seines Werkes. Die verwendeten Gegenstände wie Tische, Stühle oder das Kajak zeichnen sich durch einen ursprünglichen Charakter aus. Allerdings benutzt Roman Signer diese nicht in ihrer gewohnten Funktion, sondern setzt sie Transformationen aus, die ein der Dingwelt eigenes Potential vielfältigster Sinnschichten freilegen: Vertrautes wird fremd, Funktionierendes erscheint absurd. So wird im Alltäglichen Erheiterndes wie Abgründiges sichtbar.

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner 

Die Ausstellungsliste von Roman Signer im In- und Ausland ist inzwischen ebenso eindrücklich wie lang. Nach einer ersten Retrospektive 1993 und zahlreichen Beiträgen in thematischen Ausstellungen widmet ihm das Kunstmuseum St.Gallen erneut eine umfassende Werkschau. Im Zentrum stehen dabei installative Arbeiten, die seit 2011 entstanden sind. Es wird spannend zu sehen, wie der Künstler die klassischen Museumssäle mit einer Distanz von zwanzig Jahren bespielt. Räume, die er wie seine Westentasche kennt, hatte er sie doch zu Beginn der 1980er Jahre – in der Zeit der Schliessung des Hauses – als Atelier nutzen können.

Roman Signers Schaffen ist nochmals komplexer geworden, indem Dinge, die in früheren Arbeiten eine Rolle gespielt haben, in überraschende neue Richtungen interpretiert werden. Verstärkt erscheinen wirklichkeitsbezogene Querbezüge, wenn man sie denn sehen will. Die inhaltliche Aufladung seiner Arbeiten bis hin zu Werken, die klar als existentielle Chiffre gelesen werden können, ist signifikant für Roman Signers wache Zeitgenossenschaft. Die Ausstellung vereint Skulpturen, Installationen und Videoarbeiten in einem konzisen Ablauf und pulsiert zwischen raumgreifenden Einzelwerken und zusammenhängenden Werkgruppen.

Kuratiert von Roland Wäspe, Konrad Bitterli.

Impressionen

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner 

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner 

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner 

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner 

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner

Ausstellungsansicht: Roman Signer. 2014, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner 

Der Künstler

Roman Signer

Roman Signer

Roman Signer. Foto: Stefan Rohner

Roman Signer (*1938 Appenzell) Signer zählt zu den international profiliertesten Schweizer Künstlern der Gegenwart und arbeitet seit langem mit subtilen Kräften wie etwa Wind, Wasser oder Schwerkraft. Die damit realisierten Arbeiten sind künstlerische Experimente mit humorvollen und poetischen Zwischentönen. Seine Werke waren unter anderem in der Malmö Konsthall, im Kunstmuseum Basel, im Barbican Centre und im Palais de Tokyo zu sehen; in St.Gallen erzielten seine Ausstellungen wiederholt Publikumsrekorde.

Ausstellungsvideo