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Sara MasügerGedächtnislandschaften
Sara Masüger entwirft eine Landschaft, die weniger betrachtet als durchquert wird. Neue Skulpturen und eine begehbare Installation führen in ein Gefüge aus Gips, Harz und Aluminium, dessen Formen an Körper, Gelände und sedimentierte Erinnerung denken lassen. Die Ausstellung eröffnet damit einen Erfahrungsraum, in dem Wahrnehmung und Gedächtnis ineinandergreifen.
Sara Masüger, Notation, 2025, Foto: Rachel Masüger
In Gedächtnislandschaften behandelt Masüger Erinnerung nicht als psychologisches Thema, sondern als räumliche und materielle Erfahrung. Die ortsspezifische Installation 37 Grad legt sich wie eine begehbare Topografie in die Halle: Sie kann an ein Gebirge denken lassen, an Haut, an Sediment oder an eine archäologische Grabung. Orientierung entsteht hier nicht allein über den Blick, sondern ebenso über Distanz, Massstab und Bewegung.
Ausstellungsansicht: Sara Masüger, Gedächtnislandschaften, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler
Ausstellungsansicht: Sara Masüger, Gedächtnislandschaften, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler
Dazu treten Arbeiten wie Notation, deren schwarz glänzende Harztropfen den Augenblick des Fallens bannen, und Gestrandet, zwei grosse Aluminiumformen von irritierender Leichtigkeit. Zwischen Verdichtung und Auflösung, Gewicht und Schwebezustand entfaltet sich eine Bildwelt, in der Erinnerung als etwas Brüchiges, Schichtartiges und immer wieder Reformierbares erscheint.
Impressionen
Ausstellungsansicht: Sara Masüger, Gedächtnislandschaften, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler
Ausstellungsansicht: Sara Masüger, Gedächtnislandschaften, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler
Ausstellungsansicht: Sara Masüger, Gedächtnislandschaften, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler
Ausstellungsansicht: Sara Masüger, Gedächtnislandschaften, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler
Ausstellungsansicht: Sara Masüger, Gedächtnislandschaften, 2025, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler
Die Künstlerin
Sara Masüger
Sara Masüger, Foto: Katalin Deér, 2024
Sara Masüger studierte von 1997 bis 2000 Bildende Kunst an der Hochschule der Künste Bern. Von 2001 bis 2003 war sie Artist-in-Residence an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam. Sie lebt und arbeitet in Zürich. Einzel- und Gruppenausstellungen fanden u. a. im Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich; Kunsthaus Zug; Kunstmuseum St.Gallen; Bündner Kunstmuseum, Chur; FRAC Auvergne, Clermont-Ferrand; Nationalmuseum Sweden, Stockholm; Ateneum Art Museum, Helsinki; und im Aargauer Kunsthaus, Aarau statt. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, u. a. 2014 mit dem Zuger Werkjahr oder 2015 mit einem Cahier d’Artistes der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.