Spotlight verzichtet auf den grossen Überblick zugunsten der konzentrierten Begegnung. Im Zentrum stehen einzelne Werkgruppen aus der Sammlung, die dem Kunstmuseum besonders nah sind und hier mit grösserer Schärfe sichtbar werden. Dadurch erscheint der Bestand nicht als Archiv, sondern als Geflecht von Positionen mit eigener Temperatur.
Spotlight entscheidet sich bewusst gegen Vollständigkeit. Statt die Sammlung in einer grossen Geste zu umreissen, isoliert die Ausstellung einzelne Werkgruppen und gibt ihnen Zeit, Raum und Nachdruck. Im Zentrum stehen Positionen von John M Armleder, Candice Breitz, Silvie Defraoui, Georg Gatsas, Sharon Hayes, Sara Masüger, Judy Millar und Carl Ostendarp. Diese Auswahl offenbart nicht nur unterschiedliche ästhetische Temperamente, sondern auch verschiedene Möglichkeiten, mit Politik, Material, Medialität oder Raum umzugehen. Gerade weil keine übergeordnete Erzählung die Werke glättet, treten ihre Eigenarten schärfer hervor. Spotlight ist daher weniger ein Best of als eine Einladung zum vertieften Sehen - und ein Beispiel dafür, wie eine Sammlung lebendig bleibt, wenn man einzelne ihrer Stimmen konzentriert zu Wort kommen lässt.
John M Armleder, Candice Breitz, Silvie Defraoui, Georg Gatsas, Sharon Hayes, Sara Masüger, Judy Millar und Carl Ostendarp