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Das Kunstmuseum St.Gallen präsentiert die erste Retrospektive des Schweizer Künstlers Urs Frei (1958–2023). Drei Jahre nach seinem Tod wird sein Werk nun erstmals in einem umfassenden Überblick gewürdigt. Frei zählt zu den bedeutendsten Künstlern seiner Generation und erlangte in den 1990er-Jahren internationale Aufmerksamkeit.
Ausstellungsansicht: Urs Frei. A–Z, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Urs Freis Œuvre steht in der Tradition von Künstler*innen, die mit einfachen, alltäglichen Materialien arbeiten – eine Haltung, die heute bei zahlreichen jungen Positionen international ein bemerkenswertes Revival erfährt. Mit halbgefertigtem Bau- und Verpackungsmaterial aus Holz, Metall, Karton und Kunststoff schuf er Arbeiten, die sich zwischen abstrakter Malerei, Skulptur und Objektkunst bewegen. Im Zentrum seines einzigartigen Schaffens stehen neben der Auseinandersetzung mit Material, Farbe und Raum vor allen Dingen der Prozess des Tätigseins, die Zerbrechlichkeit und das Gleichgewicht.
Ausstellungsansicht: Urs Frei. A–Z, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Urs Frei. A–Z, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Die Ausstellung vereint zentrale Werkgruppen aus mehr als vier Jahrzehnten: von den analytischen Arbeiten der frühen 1980er-Jahre über die farbintensiven Kissenobjekte und die assemblageartigen Werke der 1990er-Jahre mit ihren gesteckten, genickten und gebundenen Elementen bis hin zum malerischen Spätwerk. Die Retrospektive macht die ästhetische und konzeptuelle Radikalität von Freis Werk eindrucksvoll sichtbar, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.
Zur Ausstellung erscheint im Herbst 2026 im Verlag Scheidegger & Spiess eine reich illustrierte, kunsthistorisch fundierte Publikation, die das künstlerische Werk von Urs Frei umfassend dokumentiert und im Kontext der Schweizer und der internationalen Gegenwartskunst diskutiert.
Kuratiert von Henna Keski-Mäenpää, Kuratorin Kunstmuseum St.Gallen, und Christoph Schenker, Gastkurator
Ausstellungsansicht: Urs Frei. A–Z, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Urs Frei. A–Z, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Urs Frei. A–Z, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Urs Frei. A–Z, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Urs Frei. A–Z, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Urs Frei. A–Z, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Urs Frei. A–Z, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Ausstellungsansicht: Urs Frei. A–Z, 2026, Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Altenburger
Der Künstler
Urs Frei
Urs Frei, Foto: Niklaus Stauss
Urs Frei wurde 1958 in Zürich geboren, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 2023 lebte und arbeitete. Von 1982 bis 1984 studierte er an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt am Main. Anschliessend folgte ein Arbeitsaufenthalt in Wien (1984–1987). 1997 vertrat er die Schweiz an der Biennale di Venezia. Wichtige Einzelausstellungen fanden unter anderem in der Kunsthalle Luzern (1991), der Kunsthalle Zürich (1994) und in der Wiener Secession (1999) statt. Internationale Anerkennung erlangte er insbesondere über die Galerie Rolf Ricke in Köln und die Galerie Walcheturm in Zürich, die damals von Eva Presenhuber geleitet wurde. Werkaufenthalte führten ihn nach London, New York und Delhi.
Werke von Urs Frei befinden sich heute im Kunstmuseum St.Gallen sowie in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter in der Sammlung des Bundesamtes für Kultur (BAK), im Aargauer Kunsthaus in Aarau, im Kunsthaus Zürich, im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona sowie in den Kunstsammlungen der Stadt und des Kantons Zürich.
Das Wissen der Hände: Vermittlungsangebot im Rahmen der Ausstellung von Urs Frei zu Kunst und Materialität Ein dialogisches Format mit Fokus auf Materialien, künstlerische Prozesse und die Arbeit mit den Händen. Anhand ausgewählter Werke von Urs Frei werden Herstellungsschritte und der Umgang mit Materialien gemeinsam erkundet, wodurch ein vertieftes Verständnis künstlerischer Praxis entsteht.
Werkstatt Wissen: Urs Frei
Kosten entsprechen den regulären Eintrittspreisen Anmeldung unter: rsvp@kunstmuseumsg.ch
Kurze Führung durch die Ausstellung „Urs Frei. A–Z“ mit anschliessendem Mittagessen zubereitet im Museumscafé von Ueli Vogt, Kurator, Architekt und leidenschaftlicher Koch.
Kunst & Zmittag: Urs Frei
Treffpunkt um 12.30 Uhr im Foyer des Kunstmuseums St.Gallen CHF 25 / für Kunstvereins-Mitglieder CHF 20 (inklusive Mittagessen) Anmeldung: rsvp@kunstmuseumsg.ch