Judy Millar

The Future and the Past Perfect

2. März - 19. Mai 2019, Kunstmuseum

Judy Millar (*1957 Auckland) ist die bedeutendste Malerin Neuseelands. Spätestens durch ihre spektakuläre Installation Giraffe-Bottle-Gun anlässlich der 53. Biennale di Venezia 2009 wurde sie auch in Europa bekannt. Dank der regelmässigen Präsenz ihres Werks in der Galerie Mark Müller ist man in der Schweiz seit 2004 gut informiert und liebt ihr offenes, expressives Schaffen gegen eingeübte Sehgewohnheiten. Das Kunstmuseum St.Gallen bietet nun erstmals die Möglichkeit, das gesamte Œuvre zu überblicken, das in den letzten 40 Jahren in Auckland und Berlin entstand. Neben den bekannten seriellen Gemälden und den installativen Malereien im Raum, welche die Künstlerin vielfach für neuseeländische Museen schuf, werden auch frühe Zeichnungen aus den 1980er Jahren als Grundlegung ihrer Arbeit zu sehen sein.  

Die Studien zur italienischen Malerei und der Dialog mit der indigenen Kunst Ozeaniens sind, wie der grundsätzliche, distanzierte Blick Neuseelands auf die westlichen Avantgarden, integrativer Teil von Judy Millars stringenter Entwicklung. Ihr Werk stellt einen zentralen Beitrag zur zeitgenössischen Malerei dar. Das Kunstmuseum erhielt 2008 ein erstes Gemälde für die Sammlung. 2011 und 2017 folgten weitere Werke, die im Rahmen der permanenten Kollektion zu sehen waren. Für die Retrospektive wird die Künstlerin eigens eine grosse Malerei für den Oberlichtsaal schaffen.

Kurator: Roland Wäspe

 

Die Künstlerin

Judy Millar

*1957 in Auckland, Neuseeland
Lebt und arbeitet in Berlin

Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie hier.

Impressionen